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Wie gesund sind Obstsäfte?

Immer wieder hören wir negative Berichte und lesen über Skandale, da fragen wir uns natürlich, wie gesund Obstsäfte wirklich sind. Viele Obstsäfte werden zum Beispiel fälschlicherweise als vegan angesehen, sind es aber nicht. Am gesündesten sind frisch gepresste Säfte. Sie schmecken nicht nur gut, sondern haben auch wertvolle Inhaltsstoffe, sofern gewisse Punkte beachtet werden. Generell gilt aber, dass der Obstsaft nicht die Portion Obst ersetzen sollte und kann.

Ganz wichtig ist: Nach dem pressen, muss der Saft sofort getrunken werden. Umso länger er steht, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe gehen verloren. Alternativ findet sich im Bio-Laden oder Supermarkt auch der 100 Prozent direkt gepresste Obstsaft. Doch wie gut ist dieser wirklich?

Obstsaft ? Der Geschmack zählt

Im Supermarkt, Bio-Läden und anderen Geschäften gibt es den 100 Prozent direkt gepressten Obstsaft. Das spart viel Zeit und auch Geld. In erster Linie zählt dann für die Produzenten der Geschmack. Was nicht schmeckt, lässt sich nicht verkaufen. Dann erst kommt die Gesundheit. So ist der Gesundheitswert recht unterschiedlich. Dieser hängt zu einem von der Art der Säfte ab als auch der Inhaltsstoffe.

Wer einen möglichst gesunden Obstsaft kaufen möchte, sollte darauf achten, dass dieser zu 100 Prozent direkt gepresst ist und ?ganz wichtig- ohne künstlichen Zuckerzusatz abgefüllt wurde. Unbedingt darauf achten, dass der Saft in dunklen Flaschen oder noch besser in Tetrapacks abgefüllt wurde. Dadurch ist der Saft lichtgeschützt und das Vitamin-C sowie andere Inhaltsstoffe bleiben länger erhalten.

Mittlerweile werden die Obstsäfte immer beliebter für Fastenkuren. Die Säfte mit heilender Wirkung können nicht nur das Gewicht reduzieren, sondern auch entschlacken und dem Körper seine Vitalität zurückgeben. Sinnvoll ist auch hier auf Bio-Säfte zu achten, die zu 100 Prozent gepresst wurden. Für eine wirklich gesunde Fastenkur empfehlen wir jedoch den Saft frisch zu pressen. Das Obst sollte am besten aus dem Bio-Laden stammen oder direkt von einem Bio-Bauern (viele bieten direkte Abonnements an, wobei eine Obst-Kiste wöchentlich frisch angeliefert wird).

Sind Obstsäfte eigentlich vegan?

Säfte kommen von der Natur, sind rein pflanzlich. Vegan könnte man meinen, meistens ist das aber nicht der Fall. Zwar mag der Saft natürlich sein, die Produktion ist es aber in vielen Fällen eben nicht. Tierische Stoffe werden zumeist für die Produktion genutzt. Besonders bei klaren Säften. So verkaufen sich die naturtrüben Säfte nur schlecht. Im Produktionsverfahren entstehen aus diesen klare Säfte, das geht nicht ohne tierische Zusatzstoffe. So wird zum Beispiel Gelatine für das Binden und Ausfällen des Fruchtfleisches (Trübmacher) genutzt. Zwar wird bei einem der folgenden Produktionsschritte die Gelatine aus dem Saft wieder entfernt, dennoch verbleiben meist kleine Rückstände im Saft.

Viele Säfte werden mit dem Zusatz von Provitamin A versehen. Häufig ist das der Fall bei Multivitaminsäften, ACE- oder BCE-Säften. Den Säften soll damit eine bessere Farbechte verliehen werden. Da sich das Betacarotin (Provitamin A) nicht im Saft auflösen kann, wird Fischgelatine beim Produktionsvorgang genutzt, damit sich diese auflösen kann. Somit ist ein Bio-Saft nicht gleich auch ein veganer Saft. Das Bio kennzeichnet eher die ökologische Anbauweise, steht aber nicht für eine tierfreie Produktion.